Hygiene, Werkstoffe und Oberflächen

Behälterböden für die Lebensmittelindustrie

Behälter und Tanks in der Lebensmittelindustrie stellen besondere Anforderungen an die eingesetzten Bauteile. Neben der mechanischen Belastbarkeit müssen je nach Anwendung auch Werkstoff, Oberfläche, Reinigbarkeit und die weitere Verarbeitung berücksichtigt werden.

Das betrifft auch den Behälterboden. Er ist nicht nur ein konstruktiver Abschluss des Behälters, sondern muss zur jeweiligen Anwendung, zur verwendeten Bodenform und zu den Betriebsbedingungen passen.

 

Je nach Einsatz können beispielsweise Lagerung, Verarbeitung, Fermentation oder weitere Prozessschritte unterschiedliche Anforderungen an den Boden stellen.

JÜNGER fertigt Behälterböden für Anwendungen in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie und kann die Ausführung hinsichtlich Werkstoff, Geometrie, Oberfläche und Kantenbearbeitung an die jeweiligen technischen Anforderungen anpassen.

Was ist bei Behälterböden für die Lebensmittelindustrie besonders wichtig?

In der Lebensmittel- und Getränkeindustrie stehen insbesondere hygienische Oberflächen, geeignete Werkstoffe und eine zuverlässige Reinigbarkeit im Mittelpunkt. Je nach Anwendung können zusätzlich Anforderungen an Bodenform, Entleerung und die Beständigkeit gegenüber Prozess- und Reinigungsmedien entstehen.
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Hygienische Oberflächen

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Bei Behältern für Lebensmittel und Getränke sind saubere und gut zu reinigende Oberflächen von besonderer Bedeutung. Die Oberflächenbearbeitung kann dabei auf die Anforderungen der jeweiligen Anwendung abgestimmt werden.

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Edelstahl & Werkstoffe

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Edelstahl kommt bei vielen Anwendungen in der Lebensmittelindustrie zum Einsatz. Die geeignete Werkstoffauswahl richtet sich unter anderem nach Medium, Temperatur, Reinigungsverfahren und den weiteren Betriebsbedingungen.

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Reinigung & Bodenform

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Die Geometrie des Behälterbodens kann Einfluss auf Reinigung, Entleerung und Materialfluss haben. Deshalb müssen Bodenform und Ausführung zur jeweiligen Anwendung passen.

Hygienische Oberflächen als Schlüsselfaktor

In hygienekritischen Prozessen kommt der Beschaffenheit der Innenoberfläche eine zentrale Rolle zu. Rauheiten, Mikrorisse oder ferritische Verunreinigungen können Nährboden für Mikroorganismen bieten oder die Entstehung von Belägen begünstigen. JÜNGER bietet für Edelstahl-Behälterböden ein breites Spektrum an mechanischen und chemischen Oberflächenbehandlungen an.

Je nach Vorgabe des Anlagenbauers können die Böden geschliffen, gebeizt, passiviert oder mit Glas- bzw. Keramikperlen gestrahlt werden. So lassen sich definierte Rauhtiefen (Rₐ-Werte) zuverlässig umsetzen, die den gängigen Hygienestandards entsprechen und eine rückstandsfreie Reinigung ermöglichen.

Oberflächenbearbeitung

Werkstoffauswahl für anspruchsvolle Prozessmedien

Nicht jedes Lebensmittel stellt dieselben chemischen Anforderungen an das Material. Während bei Wasser oder Milch Standard-Edelstähle wie 1.4301 / 1.4307 genügen, fordern säurehaltige Fruchtsäfte, Marinaden oder Reinigungsmittel mit aggressiven Laugen und Säuren höherlegierte Werkstoffe wie 1.4404 / 1.4435 oder Sonderwerkstoffe.

Neben klassischen Edelstahlgüten verarbeitet JÜNGER auch Aluminium und Sonderstähle. Die gezielte Werkstoffwahl stellt sicher, dass der Behälterboden sowohl den chemischen Belastungen des Prozessmediums als auch den thermischen Wechselwirkungen bei Sterilisationsvorgängen (z. B. SIP) standhält.

Klöpperboden gestapelt

Behälterböden für unterschiedliche Prozessschritte

Je nach Behältertyp variieren die konstruktiven Anforderungen an die Bodenform:

  • Lagertanks: Bei reinen Bevorratungsbehältern stehen die vollständige Restentleerung sowie eine einfache Einbindung von Ablaufsaugstutzen im Mittelpunkt. Hier kommen häufig flache Geometrien wie Tellerböden oder leicht gewölbte Klöpperböden zum Einsatz, die eine gute Reinigbarkeit gewährleisten.
  • Prozess- und Mischbehälter: Hier wirken mechanische Kräfte durch Rührwerke oder Umwälzsysteme. Die Geometrie des Bodens (oft als massiver Korbbogenboden ausgeführt) muss diese statischen und dynamischen Lasten sicher aufnehmen.
  • Fermentationsbehälter: Höchste Anforderungen an die Dichtigkeit, Druckbeständigkeit und eine keimfreie Prozessführung erfordern besonders präzise gefertigte Wandstärken und Übergangsradien, wie sie beispielsweise bei hochwertig verarbeiteten Halbkugelböden realisiert werden.

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